
Anonymer Hinweis führt zu zweitgrößtem Fall in der Geschichte der BSA in Europa
München - 20.7.2009 Ein deutsches Unternehmen hat gegenüber der Business Software Alliance die Verwendung von unlizenzierter Software auf über 1.000 Rechnern eingestanden. Die Gesamtsumme an Schadensersatzzahlungen und Lizenzierungskosten in Höhe von 1,1 Mio. Euro macht dies zum zweitgrößten Fall in der Geschichte der BSA in Europa. Auslöser der Ermittlungen war ein anonymer Hinweis an die BSA, welche daraufhin Strafantrag stellte. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft durchsuchte die EDV-Zentrale des Unternehmens und stellte fest, dass in dessen 30 Standorten in großem Maßstab unlizenzierte Software eingesetzt wurde. Die Business Software Alliance wirbt seit Sommer diesen Jahres mit TV Spots für Hinweise auf den Einsatz illegaler Software in Unternehmen.
„Dies ist kein Fall versehentlicher Unterlizenzierung. Bei über 1.000 Mitarbeitern hatte die Firma nur viel zu wenige und veraltete Volume-Lizenzverträge“, erklärt Dr. Christoph Süßenberger, Rechtsanwalt der Business Software Alliance. „Die geschätzte Schadenssumme liegt bei 1,1 Millionen Euro, und die Zahlung von Schadensersatz und Lizenzierungskosten, um die Firma auf einen legalen Stand zu bringen, ist entsprechend hoch. Zudem haben die Firma und die Geschäftsführung persönlich strafbewehrte Unterlassungserklärungen unterzeichnetet.“
Deutschlands Ermittlungsprogramm führend in Europa
Die BSA hat mit diesem Fall wieder einmal unter Beweis gestellt, dass der gewerbliche Einsatz illegaler Software in Deutschland ein riskantes Spiel ist: mittlerweile sind die drei größten Fälle in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) allesamt in Deutschland verfolgt worden. Im Jahr 2007 hatten ein Medienunternehmen 2,5 Mio. Euro und ein überregional tätiger Groß- und Einzelhändler 600.000 Euro für unlizenzierte Software zahlen müssen.
„Das deutsche Ermittlungsprogramm arbeitet vorbildlich“, bestätigt Georg Herrnleben, Director Zentral-, Osteuropa, Naher Osten und Afrika der BSA. „Das liegt auch in der jahrlangen Erfahrung begründet, die wir vor Ort haben, vor allem aber in der guten Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaften. Der Schutz des geistigen Eigentums genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert. Mit unserer aktuellen TVKampagne wollen wir weiterhin dazu beitragen, dass der Einsatz illegaler Software in Unternehmen nicht mehr stattfindet. Es handelt sich dabei um ein Delikt, dass wettbewerbsverzerrend wirkt und der Gesamtwirtschaft schadet.“
Deutsche Unternehmen haben 2008 insgesamt rund 1,6 Millionen Euro an Schadensersatz und Lizenzierungskosten für unlizenzierte Software gezahlt. Die BSA hat 211 Firmen wegen fehlender Lizenzen belangt. In der EU lag dieser Wert bei 11,5 Mio. Euro in 2.116 einzelnen Fällen.
Weitere Fälle finden Sie unter folgendem Link: www.bsa.de